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Mitten im Trubel der Sommermonate sehnt man sich nach einem Ort, der Ruhe bietet – aber nicht langweilig ist. Der Bodensee zieht jedes Jahr viele Besucher an. Doch es gibt eine kleine Insel, die kaum jemand kennt. Ein verstecktes Paradies, das selbst in der Hauptsaison bezaubert. Neugierig?
Willkommen auf der Insel Reichenau: Ein stilles Juwel im Bodensee
Die Insel Reichenau liegt im westlichen Bodensee, in der Nähe von Konstanz. Überraschend ruhig, obwohl sie gleich drei UNESCO-Weltkulturerbe-Kirchen beherbergt. Keine hektischen Touristenmassen, keine überfüllten Strände – nur Ruhe, Natur und Geschichte.
Mit rund 4,5 km Länge und 1,5 km Breite ist sie gut per Rad oder zu Fuß erkundbar. Vom Festland gelangt man über einen Damm direkt auf die Insel. Kein Ticket nötig, keine Fähre – einfach drauflosfahren.
Was macht Reichenau im Sommer so besonders?
Während andere Ziele im Bodensee von Urlaubern überlaufen sind, spürt man auf Reichenau eine entspannte Gelassenheit. Warum also bleibt dieser Ort ein Geheimtipp?
- Keine klassischen Touristenattraktionen – Hier sucht man vergeblich nach Souvenirläden oder Animationsteams. Dafür: Gemüsefelder, Weinreben und Vogelgezwitscher.
- UNESCO-Weltkulturerbe – Die drei romanischen Kirchen zeugen von einer klösterlichen Vergangenheit. Besonders beeindruckend: St. Georg mit seinen gut erhaltenen Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert.
- Regionale Spezialitäten – Reichenau ist berühmt für seinen Gemüseanbau. Viele Restaurants servieren frische Produkte direkt von den umliegenden Feldern. Einen Salat mit Reichenauer Tomaten muss man probiert haben!
Aktivitäten für Entdecker und Genießer
Auch wenn die Insel ruhig wirkt, gibt es viel zu tun. Am besten entdeckt man sie auf dem Rad. Etwa 15 Kilometer lang ist der Rundweg – ideal für einen halben Tag.
- Kräutergarten „Klosterinsel Reichenau“ – Eine grüne Oase mit Heil- und Gewürzpflanzen. Kostenlos zugänglich.
- Weinverkostung beim Inselwinzer – Probieren Sie frischen Müller-Thurgau direkt dort, wo er wächst.
- Strandbad Baurenhorn – Perfekt für ein kühles Bad im Bodensee. Meist locker halb leer, selbst im Juli.
Abends lässt sich das Ufer mit Blick auf den Sonnenuntergang genießen. Wer Glück hat, sieht sogar Reiher über das Wasser gleiten.
Wie erreicht man die Insel Reichenau?
Die Anreise ist einfacher, als viele glauben:
- Mit dem Auto: Über die B33 Richtung Konstanz, Abfahrt Reichenau–Waldsiedlung. Der Straßendamm führt direkt auf die Insel. Parkplätze sind vorhanden, besonders am Yachthafen oder beim Kloster.
- Mit dem Zug: Bahnhof Reichenau (Baden). Von dort Buslinie 7372 bis zur Insel (ca. 10 Minuten).
- Mit dem Fahrrad: Besonders beliebt bei Radreisenden auf dem Bodensee-Radweg. Die Strecke von Konstanz dauert etwa 45 Minuten.
Wo übernachten? Kleine Pensionen statt großer Hotels
Es gibt keine Großhotels, dafür charmante Ferienwohnungen, Gasthöfe und Winzerzimmer. Viele davon führen Familienbetriebe seit Generationen. Einige Tipps:
- Gasthaus zum alten Mesmer – Direkt neben St. Maria und Markus. Ruhig, regional, gastfreundlich.
- Ferienhof Mauch – Mit Blick auf die Gemüsefelder. Ideal für Selbstversorger.
- Weingut Markgrafenhof – Schlafen zwischen Reben mit Weinverkostung inklusive.
Ein Geheimtipp mit Geschichte und Geschmack
Warum diese Insel nicht längst überlaufen ist? Vielleicht, weil sie genau das Gegenteil vom klassischen Sommertourismus bietet. Keine Events, keine Instagram-Hotspots. Dafür: leise Schönheit, historisches Erbe und Gemüse direkt vom Acker.
Wenn du in diesem Sommer dem Trubel entfliehen willst, ohne auf Natur, Kultur und regionalen Genuss zu verzichten, dann ist Reichenau genau der richtige Ort. Am besten bald – bevor sich das Geheimnis herumspricht.












