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Der Winter steht vor der Tür – und mit ihm die Gefahr für manche unserer Lieblingspflanzen. Frost, Nässe und eisiger Wind setzen empfindlichen Arten ordentlich zu. Wenn du jetzt nicht handelst, könnten einige dieser Schönheiten im nächsten Frühling fehlen. Wir zeigen dir, welche fünf Pflanzen du unbedingt vor Frost schützen musst – und wie das richtig geht.
1. Pampasgras: Majestätisch, aber frostempfindlich
Das aus Südamerika stammende Pampasgras (Cortaderia selloana) sieht zwar robust aus, ist aber keineswegs winterhart. Besonders die winterliche Nässe macht ihm zu schaffen, weniger die Kälte selbst. Der empfindliche Wurzelballen und das Herz der Pflanze brauchen daher besondere Aufmerksamkeit.
- Halm nicht zurückschneiden, sondern zusammenbinden – am besten mit Kokosstrick alle 40–50 cm
- Herbstlaub rund um die Basis aufschütten
- Tannenreisig zum zusätzlichen Schutz auflegen
- Kübelpflanzen mit Vlies, Jute oder Kokosmatte umwickeln
- Gefäß auf eine isolierende Unterlage stellen und windgeschützt platzieren
Im Frühjahr – etwa im März oder April – kannst du den Schutz wieder entfernen, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind.
2. Kamelie: Zart und exotisch
Die Kamelie (Camellia japonica) stammt aus Ostasien und ist für ihre eleganten Blüten bekannt. Ausgepflanzte Exemplare können milde Winter vertragen, brauchen aber einen wirksamen Schutz ab Temperaturen von minus 5 Grad Celsius.
- Rindenmulch (mindestens 20 cm dick) rund um die Pflanze auftragen
- Mit Tannenreisig abdecken
- Die Triebe mit schattierendem Vlies umhüllen – schützt vor Frost und Wintersonne
- Kübelpflanzen in ein kühles, helles Winterquartier stellen (optimal: 5–15 °C)
Ohne geeigneten Winterraum solltest du die Kübel nur bei starken Frösten ins Haus holen – danach wandern sie wieder geschützt nach draußen.
3. Kreppmyrte: Farbenpracht mit Südflair
Die Kreppmyrte (Lagerstroemia indica) ist auch als „Flieder des Südens“ bekannt und bringt leuchtende Farben bis in den Herbst. Doch so spektakulär sie blüht, so empfindlich ist sie gegen Frost.
Für Kübelpflanzen:
- Vor dem ersten Frost vom Balkon holen
- Ideal: Dunkler und kühler Raum mit 5–10 °C
- Substrat nur leicht feucht halten
Für Gartenpflanzen:
- Wurzelbereich mit Laub abdecken
- Triebe mit Nadelreisig leicht schattieren
Gut geschützt, übersteht die Kreppmyrte bis zu –15 °C.
4. Rosmarin: Mediterranes Küchenkraut mit Schwächen
Ob im Beet oder im Topf – der beliebte Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist nur bedingt winterhart. Temperaturen unter –10 °C können ihm bereits schaden. Deshalb ist der richtige Winterschutz entscheidend.
- Im Beet: Wurzelbereich mit Laub schützen und Krone mit Vlies oder Tannenreisig abdecken
- Topfpflanzen: Helles Treppenhaus oder kühles Gewächshaus (max. 10 °C)
- Alternativ: In dunkler Garage oder Keller nahe 0 °C überwintern. Pflanze wirft Blätter ab, treibt aber im Frühjahr erneut aus
- Ohne Innenraum: Topf mit Vlies oder Jute umwickeln, isolierend unterstellen und an Hauswand positionieren
5. Artischocke: Mehrjährig mit Aufwand
Artischocken (Cynara scolymus) sind mediterrane Pflanzen, die auch in unseren Breiten überwintern – mit dem richtigen Schutz.
Im Beet überwintern:
- Blattschöpfe zusammenbinden oder Blätter abschneiden
- Rundum trockenes Stroh oder Laub anhäufeln
Noch sicherer:
- Blätter schneiden, Wurzelstöcke ausgraben
- Wurzelballen in Sand einbetten und in Zeitungspapier ausgelegte Kiste legen
- Lagerort: Dunkel, kühl und frostfrei
Ab Anfang April darf die Pflanze zurück ins Beet – oder die isolierende Decke im Freien wird entfernt.
Fazit: Jetzt vorbeugen spart später Ärger
Auch wenn der Winter mild starten mag – plötzliche Fröste kommen oft über Nacht. Die hier vorgestellten Pflanzen gehören zu den besonders frostempfindlichen Arten. Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst du sie retten – und dich im nächsten Frühjahr erneut an ihnen erfreuen.
Jetzt handeln lohnt sich also. Schau gleich nach, welche dieser Pflanzen in deinem Garten stehen – bevor der Frost das Sagen hat.












