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Ein Grillabend ohne Rauch und Kohle, dafür mit voller Power – Elektrogrills versprechen genau das. Doch nicht jedes Gerät hält, was es verspricht. Im aktuellen Testbericht sorgt ein Modell für Staunen – allerdings im negativen Sinne. Während einige Topgeräte nahezu perfektes Grillfeeling liefern, fällt ein anderer Elektrogrill komplett durch. Was steckt dahinter? Und worauf solltest du beim Kauf achten?
Der Testsieger: Vielseitigkeit und Power im kompakten Format
Ninja Kitchen Woodfire sorgt für Begeisterung im Test. Der handliche Tischgrill punktet nicht nur mit seiner kompakten Größe – ideal für Balkon und Camping –, sondern überzeugt vor allem mit echten BBQ-Aromen.
- Höchste Bewertung im Aufbau mit Note 1,0
- Sehr gutes Grillergebnis mit Note 1,4
- Ausgeprägte Umluftfunktion dank integriertem Lüfter
- Zusätzliche Funktion als Heißluftfritteuse
Für echtes Raucharoma kannst du sogar Räucherchips hinzufügen – ein Novum bei Elektrogrills. Damit holst du dir ein beinahe klassisches BBQ-Erlebnis, ganz ohne offenes Feuer.
Diese Geräte schneiden ebenfalls gut ab
Auch weitere Modelle zeigen starke Leistungen:
Severin Sevo Smart Control GT
- Grilltemperaturen bis 500 °C
- Smarte Steuerung per App
- Sehr gute Verarbeitung (Note 1,5)
Weber Lumin Compact
- Platzsparend und leistungsstark
- Möglichkeit zum Smoken
- Aufbau: Sehr gut (Note 1,0)
Landmann EG-II-590
- Großzügige Grillfläche
- Inklusive Seitenkocher
- Besonders vielseitig einsetzbar
Der Schock im Test: Dieses Gerät enttäuscht komplett
Während viele Grills positiv überraschen, zeigt der Char-Broil Smart-E gravierende Schwächen. Und das trotz Smart-Technologie und hochwertiger Verarbeitung.
- Ausstattung nur „befriedigend“ (Note 3,2)
- Lahmer Heizprozess: ca. 30 Minuten bis 380 °C
- Nur ein Heizelement – gleichmäßiges Grillen ist schwierig
- Grillplatte unter dem Rost stört direkte Hitzeentwicklung
Die wohl größte Enttäuschung: Der Grill wirkt eher wie eine elektrische Bratplatte als wie ein echter BBQ-Grill. Besonders das geringe Gewicht des Rosts und die fehlende Konvektion machen ihn zum Problemfall für echtes Grillvergnügen.
Wichtige Unterschiede zu Gas- und Holzkohlegrills
Elektrogrills bieten viele Vorteile für Balkon oder Terrasse – doch sie grillen anders als Gas oder Kohle:
- Geringe Konvektionshitze: Nur wenige Modelle wie der Ninja schaffen zirkulierende Luft
- Langsame Hitzenachfuhr: Rückwärtsgaren ist eine Herausforderung
- Abhängigkeit vom Stromnetz: Über 3,5 kW wird es problematisch für Hausstromkreise
Hinzu kommt: Die Oberflächen lassen sich oft nicht in Zonen einteilen, das erschwert die Temperaturkontrolle. Präzise Temperaturführung ist daher wichtig – oder eine App wie beim Severin.
Wie steht es um Rauch und Geruch?
Ein beliebter Mythos: Elektrogrills machen keinen Rauch. Die Realität sieht anders aus. Bei Temperaturen um die 500 °C entsteht zwangsläufig Rauch – besonders bei Marinaden oder fettem Fleisch.
Einige Modelle bieten Smoker-Funktionen, aber auch diese geben den Rauch an die Umgebung ab. Kein einziges Gerät im Test ist für die Nutzung in Innenräumen geeignet.
Vorteile im Alltag: Reinigung und Stromkosten
Ein echter Pluspunkt: Die Reinigung ist deutlich einfacher als bei Gas- oder Holzkohlegrills. Viele Teile passen problemlos in die Spülmaschine.
- Innenwannen sind oft modular und herausnehmbar (z. B. bei Enders)
- Heizelemente werden leicht freigebrannt
- Grillroste mit Antihaftbeschichtung erleichtern den Abwasch
Auch beim Stromverbrauch zeigen sich die Geräte sparsam:
- 3 kWh pro Stunde bei voller Leistung – Kosten: etwa 1,20–1,50 Euro
- Zum Vergleich: Holzkohle und Gas liegen bei 2,50–3 Euro pro Kilogramm
Fazit: Moderne Elektrogrills überraschen – im Positiven wie im Negativen
Ob auf dem Balkon, im Garten oder beim Camping – Elektrogrills sind mittlerweile eine echte Alternative. Vor allem kleine Geräte wie der Ninja Woodfire überzeugen mit Power, Flexibilität und Raucharoma.
Aber: Nicht jedes Gerät hält mit. Der Char-Broil Smart-E fällt deutlich hinter die Konkurrenz zurück – trotz hoher Erwartungen an Bedienkomfort und technische Ausstattung.
Wer den passenden Grill sucht, sollte vor allem auf Hitzekapazität, Ausstattung und einfache Reinigung achten. Dann steht dem nächsten BBQ-Abend nichts mehr im Weg – auch ohne Holzkohle oder Gas.












