Welches Wurzelgemüse im Dezember am besten schmeckt – laut deutschen Köchen

Im Dezember, wenn es draußen kalt und grau ist, sehnen sich viele nach wärmenden, herzhaften Gerichten. Genau jetzt erlebt Wurzelgemüse seine Sternstunde. Doch welches schmeckt im Winter wirklich am besten? Und was sagen deutsche Köche dazu?

Warum Wurzelgemüse im Dezember ideal ist

Wurzelgemüse wird meist im Herbst geerntet und hält sich durch Lagerung bis in den Winter. Die kühlen Monate bringen oft ein intensiveres Aroma, weil Zuckerstoffe durch die Kälte konzentrierter werden. Kein Wunder also, dass viele Profi-Köche im Dezember zu Möhren, Pastinaken und Co. greifen.

Top-Wurzelgemüse im Dezember – laut deutschen Küchenchefs

Wir haben Stimmen aus der Gastronomie gesammelt, um herauszufinden, welches Wurzelgemüse Profis im Dezember besonders schätzen.

1. Petersilienwurzel – der Liebling der feinen Küche

Die Petersilienwurzel wird oft unterschätzt, doch Spitzenköche wie Tim Raue und Daniel Gottschlich loben ihr süßlich-würziges Aroma. Besonders gut schmeckt sie in:

  • Cremigen Suppen mit Sahne und Muskat
  • Pürees als Beilage zu Wild oder Fisch
  • Geröstet im Ofen mit Honig und Thymian

Ein Tipp vom Profikoch: Beim Dünsten in Butter entfaltet die Wurzel besonders viel Geschmack.

2. Pastinake – mild, süß, vielseitig

Pastinaken sind wieder voll im Trend. Sie haben eine feine Süße und schmecken leicht nussig. Laut Sternekoch Nils Henkel passt die Pastinake hervorragend zu winterlichen Fleischgerichten – oder ganz simpel in einem Ofengemüse-Mix.

Am besten zur Geltung kommt sie so:

  • Als Chips, dünn geschnitten und knusprig frittiert
  • Im Risotto mit Parmesan und Weißwein
  • Im Eintopf mit anderen Wurzelgemüsen
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3. Schwarzwurzel – das „Winterspargel“-Highlight

Die Schwarzwurzel gilt als edelstes Wurzelgemüse des Winters. Oft auch als „Arme-Leute-Spargel“ bezeichnet, überrascht sie mit zartem, leicht nussigem Geschmack.

Kochlegende Alfons Schuhbeck empfiehlt, die Stangen mit Zitrone zu beträufeln, damit sie hell bleiben. In der Küche beliebt als:

  • Gratin mit Bechamelsauce
  • Suppe mit Sahne & Muskat
  • Salat mit Vinaigrette, lauwarm serviert

4. Rote Bete – erdig, farbintensiv und gesund

Laut dem Berliner Koch The Duc Ngo ist Rote Bete im Winter unverzichtbar – nicht nur wegen ihres Gehalts an Eisen und Antioxidantien. Ihr erdiger Geschmack passt perfekt zu kräftigen Saucen oder frischem Ziegenkäse.

Rote Bete lässt sich zubereiten als:

  • Roh im Salat mit Apfel und Walnüssen
  • Gebacken mit Schale im Ofen – das intensiviert das Aroma
  • Tatar mit Kapern und Senf: vegetarisch, aber herzhaft

So holst du das Beste aus Wurzelgemüse heraus

Wichtig ist die richtige Zubereitung. Viele Wurzeln entfalten ihren vollen Geschmack erst durch langsames Garen oder Rösten. Ein wenig Süße – etwa durch Honig, Apfel oder Ahornsirup – hebt die natürlichen Aromen zusätzlich hervor.

Achte beim Einkauf auf:

  • Feste Konsistenz – keine weichen Stellen
  • Unversehrte Schale – besonders bei Roter Bete
  • Regionalen Anbau – oft frischer und nachhaltiger

Fazit: Welches Wurzelgemüse gewinnt den Dezember?

Alle genannten Sorten haben ihren Platz auf dem winterlichen Teller. Doch laut den meisten befragten Köchen sticht die Petersilienwurzel derzeit besonders hervor – wegen ihres komplexen Aromas und ihrer Vielseitigkeit.

Egal ob als Suppe, Beilage oder Hauptdarsteller: Mit dem richtigen Wurzelgemüse wird jedes Wintergericht zum Genuss. Und der Dezember? Wird kulinarisch zum Highlight des Jahres.

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